Passwort sicher erstellen
Rubrik: SicherheitstippZum Nachweis Ihrer Identität müssen Sie zum Beispiel bei einer Polizeikontrolle Ihren Personalausweis vorzeigen. Der Nachweis einer Identität, die sogenannte Authentifizierung, fand auch schon im Mittelalter mit zuvor festgelegte Parolen als Erkennungszeichen unter Verbündeten statt. Nur so konnte man bei Dunkelheit oder beim Eintreffen unbekannter Personen zweifelsfrei zwischen Freund und Feind unterscheiden. Manche Burgbelagerung, so heißt es, wurde nur durch den Verrat des militärischen Kennworts entschieden. In der digitalen Welt geht es heute zwar in der Regel nicht mehr um Leben und Tod, aber immerhin um sensible Daten und den Schutz der Privatsphäre. Wer ein zu simples Passwort wählt oder es leichtfertig weitergibt, öffnet Kriminellen Tür und Tor. Obwohl die Passwortsicherheit oberste Priorität genießen sollte, verhält sich ein Großteil aller Computeranwender auf diesem Gebiet immer noch leichtsinnig. So ändern, laut einer Forsa-Studie (Juni 2010) im Auftrag des BITKOM, 41 Prozent aller Befragten ihr Passwort nie. Doch wer einige Grundregeln beachtet, kann seine Daten in wenigen Schritten weitaus sicherer schützen als bisher.
Wie werden Passwörter geknackt?
Persönliche Daten, wie Namen, Geburtsdaten oder KFZ-Kennzeichen oder Kombinationen daraus sind als Passwort absolut ungeeignet. Falls diese Daten dem Angreifer nicht schon bekannt sind, können sie zumeist mit wenig Aufwand herausgefunden werden. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie keine Wörter benutzen, die im Lexikon zu finden sind. Angreifer führen zum Knacken von Passwörtern nämlich häufig eine sogenannte „Wörterbuch Attacke“ durch. Ein Angreifer verwendet bei dem Lexikon-Angriff digitale Wörterbücher und probiert völlig automatisiert enthaltene Wörter als Passwort aus. Dabei werden ganze Wortsammlungen (Vornamen, Tiernamen, u.s.w.) sowie Kombinationen von Wörtern durchgespielt – vorwärts, rückwärts, kombiniert mit Sonderzeichen und Zahlen (z.B. sabine, enibas, christian, naitsrihc, sabinechristian, sabine1, u.s.w.). Eine andere Möglichkeit, die sich Angreifer besonders bei kurzen Passwörtern zu Nutze machen, ist die Verwendung einer so genannten „Brute-Force-Attacke“. Dabei probiert ein Angreifer mithilfe es Computers einfach alle möglichen Buchstaben- und Zahlenkombinationen aus (z.B. a,b, aa, bb, ab, ba, u.s.w.). Durch die fortgeschrittene Leistungsfähigkeit heutiger Computer können innerhalb kürzester Zeit Millionen von Passwortvarianten getestet werden. Nicht selten gelingt es Kriminellen sich auf diese Weise Zugang zu den sensiblen Daten ihrer Opfer zu verschaffen.
- Verwenden Sie nur sichere Passwörter!
- Ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig!
- Verwenden Sie Ihr Passwort nur einmal!
- Verwenden Sie kein Passwort mehrfach!
- Verwahren Sie Ihre Passwörter an einem sicheren Ort!
- Geben Sie Ihre Zugangsdaten nur an vertrauenswürdigen Rechnern ein!
- Geben Sie Ihre Passwörter niemals preis!
- Sichern Sie Ihren Computer mit einem Passwort!












