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10.09.2018
Kategorie: Mitteilung

Cognitive Computing und Künstliche Intelligenz – Wo stehen diese Technologien heute und wann halten sie Einzug in unseren Alltag?


In einem Interview mit dem Online-Portal DIGITUS fasst Prof. Norbert Pohlmann, Leiter des Institut für Internet-Sicherheit – if(is), die Entwicklung der Technologien zusammen und erläutert deren aktuellen Status: „Unter dem Begriff Cognitive Computing lassen sich (Computer-) Systeme zusammenfassen, die in Echtzeit mit Menschen kommunizieren können und darüber in der Lage sind, Fragen zu beantworten oder eben auch Anleitungen zu bieten. Auf den Punkt gebracht beschreibt Cognitive Computing Anwendungen, die mittels vieler Daten sowie dem Einsatz der Technologien aus dem Maschinellen Lernen (ML) und Künstlicher Intelligenz (KI) Ergebnisse produzieren.“

Weiterhin erläutert der IT-Security-Experte, dass es bereits sehr fortgeschrittene Technologien auf dem Sektor gibt, wie beispielsweise Watson von IBM. Dennoch, so der Leiter des if(is), weisen die Systeme noch viele Schwachstellen auf und brauchen neben Entwicklungszeit noch weitere Sicherheitsmechanismen: „Bis jetzt können längst noch nicht alle Probleme gleich gut damit gelöst werden, und es ist meines Erachtens noch ein langer Weg bis zu wirklich optimal und selbstständig einzusetzenden Systemen. Das liegt unter anderem daran, dass in bestimmten Bereichen noch keine genügend große Datenbasis vorhanden ist, aus der sich das notwendige Wissen generieren ließe.“

Für die Zukunft sieht Prof. Norbert Pohlmann großes Potenzial im Sektor von Cognitive Computing und KI, wenn weitere Schlüsselfaktoren inkludiert würden: „Da Cognitive Computing-Anwendungen enorme Vorteile bringen – in erster Linie natürlich, um Handlungsempfehlungen zu generieren – und von daher eine zunehmend wichtige Rolle spielen, sind Transparenz und Vertrauenswürdigkeit hier die wichtigsten Erfolgsfaktoren. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wäre es sinnvoll, prinzipiell von vertrauenswürdigen Instanzen eine Evaluierung durchführen zu lassen.“

Abschließend appelliert der Leiter des if(is) an die (künftigen) Nutzer von KI und Co.: „Mein Appell lautet: Der nächste wichtige Aspekt in der digitalen Revolution muss sein, dass der freie Wille, über das eigene Leben autonom entscheiden zu können, geachtet wird. Aber natürlich ist hier auch der einzelne Nutzer gefordert. Jeder sollte bereit sein, sich mit den Hintergründen und Geschäftsmodellen von Cognitive Computing auseinanderzusetzen, um diese zu verstehen.“ 


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