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06.02.2018
Kategorie: Mitteilung

Heftige Kritik am Einsatz des Staatstrojaners – Prof. Pohlmann sieht Digitalisierung stark gefährdet


Newsbild: Bundestrojaner, Darknet, IT-Experte, NRZ

Schon lange im Vorfeld der Nutzung des sogenannten Staatstrojaners, haben zahlreiche IT-Sicherheits-Experten das Vorgehen der Bundesregierung scharf kritisiert. Konträr zum eigentlichen Ziel der staatlichen Schadsoftware – Cyberkriminalität zu bekämpfen – würde die Nutzbarkeit des Trojaners auf Sicherheitslücken bauen, die es eigentlich zu beheben gelte. 

Daraus ergäbe sich, so Prof. Pohlmann, Leiter des Instituts für Internet-Sicherheit, die Notwendigkeit, Lücken künstlich aufrecht zu erhalten oder diese sogar im Darknet zu einzukaufen. Dadurch, so ist der IT-Experte von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen sicher, wird die Digitalisierung nachhaltig geschwächt und es könne sogar Cyberkriminalität gefördert werden. 

In der NRZ kommt Prof. Norbert Pohlmann mit seinen Bedenken zu Wort: Der IT-Experte und Vorsitzende des Bundesverbands IT-Sicherheit (TeleTrusT) befürchtet in einem Fachbeitrag mehr Cyberkriminalität, Wirtschaftsspionage und IT-Angriffe von Terroristen. Der Staat habe demnach ein Interesse daran, bestehende Lücken offen zu halten, um seine Überwachungs-Software auf die Geräte zu bringen. Das aber schwäche das Sicherheits-Niveau insgesamt.


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