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Freeware vs komm. Software

Sicherheitsprogramme laufen im Hintergrund, aber so lange nichts passiert, ist kein wirklicher Mehrwert zu sehen - ungefähr so wie beim Airbag im Auto. Der Fahrer sieht ihn solange nicht, bis er sich bei Gefahr aufbläst. Erst dann erkennt der Fahrer, dass der Airbag wirkt, und kann sich freuen, das zusätzliche Geld für seinen Schutz ausgegeben zu haben.

Bei der Sicherheit für den Computer fällt es den Anwendern noch sehr schwer, Geld zu investieren. Allerdings bietet das Internet den großen Vorteil, dass es auch viele freie Sicherheitslösungen (auch Freeware genannt) im Angebot gibt. Mit ihnen lässt sich ein Basisschutz für den Computer prima herstellen. Da der Nutzer aber mehrere einzelne Sicherheitsprogramme installieren und konfigurieren muss, ist ein gewisses Basisverständnis für den Computer dabei von Vorteil.
Einfacher sind gute kommerzielle Sicherheitsprogramme, da diese oft als Security-Suiten angeboten werden. Sie beinhalten in der Regel den gesamten Basisschutz (bis auf den gesunden Menschenverstand und die automatischen Betriebssystemupdates), also Anti-Malware-, Firewall- und Anti-Spyware-Programm plus zusätzliche immer neu entwickelte Schutzmechanismen. Auch Anti-Spam-Programme und weitere Sicherheitsfunktionen sind direkt integriert. Hier gibt es nur einen einzelnen Installationsvorgang und meist auch eine Support-Hotline. Solche Sicherheitsprogramme und Security-Suiten kosten derzeit um die 20 bis 40 Euro für ein ganzes Jahr.

Wer Anfänger ist oder es sich leicht machen will, für den sind die kommerziellen Sicherheitsprodukte sicher die bessere Wahl. Was nutzt ein toller neuer Computer, wenn er sofort von Hackern gekapert wird. Die Investition für die Sicherheitsprogramme sollte beim Computerkauf direkt mit eingeplant werden.

Wer sich schon besser auskennt und sich die richtige Konfiguration zutraut, kann auch die freien Sicherheitslösungen zu einer eigenen Abwehrreihe zusammenbauen.

Welches Sicherheitsprodukt oder welche freie Sicherheitslösung ist geeignet? Diese Frage wird immer wieder gestellt. Eigentlich bieten alle bekannten IT-Sicherheitsanbieter einen sehr soliden Basisschutz. Details stehen in den jährlichen Tests der Sicherheitsprodukte und freien Sicherheitslösung in Fachzeitschriften. Entscheiden Sie nach den Testergebnissen. Es ist wie beim Auto! Aktuelle Modelle haben fast immer fünf Sterne beim NCAP-Crashtest, aber trotzdem unterscheiden sie sich in den Details. Wer die fünf Sterne nicht erreicht, sollte aus der digitalen Wertung komplett herausfallen.

Tipps zu Freeware versus kommerzieller Software

  • Verwenden Sie, wenn Sie wenig Erfahrung haben, eher ein kommerzielles Anti-Malware Programm (Security-Suite)! Sicher ist sicher!

  • Planen Sie die Kosten für die Sicherheitsprogramme beim Kauf eines Computers mit ein: Das ist es wert!

  • Ein Computer lässt sich auch mit einer Kombination aus freien Sicherheitslösungen schützen. In diesem Fall sollten Sie aber bereits über etwas Erfahrung verfügen.

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