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Neue KI-Technologien verleihen Hackern „Superkräfte“

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Neue KI-Technologien verleihen Hackern „Superkräfte“

In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsspiegels der IHK Nord Westfalen, zeigt Prof. Norbert Pohlmann, Leiter des Instituts für Internet-Sicherheit – if(is) Szenarien auf, die dank ChatGPT und Co. fortan möglich sind: „Mit ChatGPT kann ich sehr gut Menschen nachahmen. Und wir sehen, dass es Angreifern nun deutlich leichter fällt, gute Phishing-Mails zu erschaffen.“

Der IT-Sicherheits-Experte sieht durch die KI-Tools eine ganz Flut an neuen Gefahren auf die Internetnutzer zukommen: So sei es ab sofort jedem Hacker nicht nur möglich, grammatikalisch einwandfreie Phishing-Mails zu verfassen, sondern auch die Schadsoftware der Angreifer kann ständig optimiert und abgewandelt werden: „Das Ergebnis ist eine polymorphe Malware. Sie ist immer anders und wird von den Erkennungsmechanismen, die wir zur Abwehr nutzen, schlechter erkannt“, skizziert Informatikprofessor Pohlmann die Tücken der neuen Technologien. Das und alles, was da noch entwickelt wird, verleihe den Internet-Kriminellen eine Art Superkraft: Sie werden schneller, flexibler und dadurch überlegener.

Aber der IT-Security-Experte will die Entwicklung rund um KI keineswegs als gänzlich negativ abstempeln: Laut Prof. Pohlmann kann ChatGPT genauso zum Vorteil und Schutz vor Hackerangriffen genutzt werden. Denn schließlich kann das Tool auch Sicherheitsexperten bei der Abwehr von Angriffen helfen und dadurch zeitliche Vorteile generieren: „Ein KI-System analysiert die vielen hundert sicherheitsrelevanten Ereignisse und zeigt dann auf, nach welchen Prioritäten diese vom Cyber-Sicherheitsexperten abgearbeitet werden müssen, um den höchsten Schutz in der aktuellen Situation für das Unternehmen zu erzielen“, umschreibt Pohlmann mögliche Nutzungspotenziale von ChatGPT.

Weiterhin sieht der Leiter des if(is) die angegriffenen Unternehmen und Institutionen in der Pflicht – Gemeinsamkeit sei der Schlüsselfaktor: „Wenn Informationen zu allen Angriffen gesammelt würden, könnte man sie viel besser und schneller erkennen, Maßnahmen einleiten und sicherstellen, dass das Unternehmen keinen Schaden nimmt.“

Den gesamten Artikel gibt es unter: https://www.ihk.de/nordwestfalen/wirtschaftsspiegel-online/praxis-und-ratgeber/unsichtbare-gefahr-im-cyberspace-6049904

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