Service-Meister

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Motivation

Die Anschaffung von Industrieanlagen wird zunehmend von Kunden vermieden, weil Reparatur-und Wartungskosten schwer kalkulierbar sind. Sogenannte Betreibermodelle werden daher immer beliebter. Anstatt dem Kunden nur eine Anlage zu verkaufen, wird ihm auch Leistungen dieser zugesichert, wodurch sich das Investitionsrisiko verringert. Die zunehmende Komplexität und der damit einhergehende Wartungsaufwand von industriellen Anlagen erfordert jedoch ein umfassendes Fachwissen. Der Fachkräftemangel im deutschen Mittelstand stellt eine Barriere für diese Art der Dienstleistung dar.

Ziel

Um den Fachkräftemangel auszugleichen, soll ein auf Künstliche Intelligenz (KI) basierendes Servicenetzwerk entwickelt und evaluiert werden. Dieses Netzwerk soll Maschinendaten von verschiedenen Anlagen sammeln und analysieren. Die Ergebnisse sollen den Teilnehmern des Netzwerks als Service-Wissen zur Verfügung gestellt werden. Probleme sollen so präziser vorausgesagt werden können und Technikern soll dieses Wissen bei ihren Aufgaben unterstützen. Ausfallzeiten können so minimiert werden.

Die Bündelung und Bereitstellung von Wissen ist Ziel dieser zentralen Plattform. Dazu soll die Einbindung von Wissen von allen Akteuren, die an der Bereitstellung von Services beteiligt sind, standardisiert werden. Des Weiteren soll die Plattform Technikern einen Wissensaustausch ermöglichen und die Interaktion zwischen Technikern und Maschinen vereinfachen. Außderdem soll das gesammelte Wissen dazu verwendet werden, um häufig anfallende Aufgaben zu automatisieren und digitale Handbücher zu generieren. So soll der mittelständige tertiäre Wirtschaftssektor Deutschlands langfristig gesichert werden. Mit der Verwendung von KI-Technologien gehen aber auch Risiken einher. Das Institut für Internet-Sicherheit entwickelt daher Schutzmechanismen für das Service-Meister Projekt.