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Mobile Zahlungssysteme

mpass

mpass ist Ende 2008 aus einer Kooperation von Vodafone und Telefónica O2 entstanden (28). Ende 2010 stieg auch die Deutsche Telekom in das Projekt ein. Mittlerweile scheint mpass je-doch mehr und mehr ein reines Telefónica O2-Projekt zu werden. Auch wenn weder Vodafone noch Telekom die Kooperation offiziell aufgekündigt haben, ist in Werbevideos für mpass die Rede von dem „modernen Zahlungssystem von O2“ (29). Auch übernimmt Telefónica, die Muttergesellschaft von O2, verschiedene Aufgaben rund um das Projekt mpass: So ist die Domain mpass.de über Telefónica Germany GmbH und Co. OHG registriert worden und Marketingmaßnahmen werden durch die Telefónica Media Services durchgeführt. Einzig Vodafone tritt noch als Pressekontakt in Erscheinung – allerdings auch neben einem Vertreter von Telefónica Deutschland.

Ursprünglich bot mpass ausschließlich das Bezahlen kleinerer Beträge im Internet über das Mobiltelefon an. Mittlerweile hat sich mpass jedoch zu einem universellen Zahlungssystem gewandelt, dessen Vorteil der kurze Registrierungsprozess für die Vertragskunden der drei Netzbetreiber ist. Für diese liegen die notwendigen Daten, wie Adresse und Bankverbindung für das Lastschriftverfahren, bereits vor und können ohne Neueingabe bei mpass direkt genutzt werden. Kunden, die eines der Prepaid-Angebote nutzen, und Kunden von E-Plus müssen einen aufwendigeren Registrierungsprozess durchlaufen, bei dem alle relevanten Daten abgefragt werden.

Abbildung: mPass Verfahren

Die Bezahlung erfolgt bei Zahlungen über das Internet durch die Übermittlung des Wunsches mit mpass zu bezahlen an den Händler (Schritt 1). Dieser leitet den Kunden dann auf eine mpass Seite weiter (Schritt 2), auf der zunächst die registrierte Mobilfunknummer und das Kennwort für das Kundenkonto eingegeben werden müssen (Schritt 3). mpass generiert eine zu dieser Trans-aktion gehörende TAN, die per SMS an den Kunden übermittelt wird (Schritt 4). Diese gibt der Kunde auf der nächsten Seite wieder ein und sendet diese an mpass zurück (Schritt 5). Stimmt die TAN meldet mpass die erfolgreiche Transaktion an den Händler und leitet den Kunden zurück auf die Seiten des Händlers (Schritt 6). Im Nachgang initiiert mpass die Lastschrift vom Konto des Kunden (Schritt 7) und die Gutschrift auf das Händlerkonto (Schritt 8), um den Bezahlvorgang abzuschließen.

In 2012 startete mpass auch als Bezahlverfahren am Point-of-Sales. Hierzu begann eine Koope-ration mit Wirecard Card Solutions und MasterCard. mpass ist im Unterschied zu MyWallet und SmartPass bisher eine reine Sticker-Lösung. Der NFC-Sticker enthält die Kreditkartendaten, wie sie auch für MasterCard PayPass verwendet werden, so dass es sich hierbei im Prinzip um ein PayPass-Derivat handelt. Einziger Unterschied ist die angebotene mpass-App, in der alle Transaktionen, Shops, die PayPass unterstützen, sowie zusätzliche Aktionen, wie Rabattprogramme, aufgelistet werden.

Die zu der dahinterliegenden Kreditkarte gehörigen Daten wie Kreditkartennummer, Ablaufdatum und Sicherheitscode sind sowohl im mpass-Kundenkonto als auch in der App einsehbar, so dass diese auch für das online Bezahlen verwendet werden können. mpass bezeichnet dies als virtuel-le Kreditkarte, die in allen Onlineshops eingesetzt werden kann die mpass nicht über SMS-Tan unterstützen.

Als Nutzer mir einem O2-Mobilfunkvertrag und einem unterstützten Smartphone von Samsung kann mpass auch wie O2 Wallet vollständig ohne Aufkleber über das Smartphone verwendet werden.

Somit stellt mpass insgesamt drei verschiedene Bezahlverfahren für unterschiedliche Anwen-dungszwecke zur Verfügung.

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